Besuch von unserer Patenschule aus Uchta



Viele Jahre fuhr unsere ehemalige Kollegin Annelise Seufert zur nördlichsten Waldorfschule Russlands, nach Uchta. Uchta liegt an den Ausläufern des Ural dicht am Polarkreis. Über acht Jahre hat Frau Seufert pädagogische Fortbildung an Kindergarten und Schule geleistet und die Arbeit mit Marionetten aufgebaut. Seit fast zwei Jahren hat unsere Schule die Patenschaft für die Waldorfschule Uchta übernommen. Nun kamen zum Dank für die bisherige Hilfe sechs Schüler und vier Betreuerinnen hierher um mit Marionettenspielen die Schulgemeinschaft zu erfreuen.

Am 15. 4. 04 kamen die sechs Schüler/innen (13/14 Jahre alt) mit den Betreuerinnen in Köln an. Sie wählten die preisgünstigste Reisemöglichkeit: 36 Stunden Bahnfahrt Uchta-Moskau und gut zwei Tage Busfahrt von Moskau hierher.

Vier Märchen in Form von Marionettenspielen in deutscher Sprache führten sie auf:
"Krümelchen" für Kindergarten und 1. Klasse
"Fuchs und Hase" für die unteren Klassen
" Die zwölf Monate" für die Mittelstufe.
Ein viertes Märchen hat der querschnittsgelähmte Aljoscha aus Uchta selbst geschrieben. Vor ein, zwei Jahren hatten nämlich unsere Oberstufenschüler, darunter die jetzige 12. Klasse, Geld gesammelt um Aljoscha zu helfen. Mit seinem Märchen wollte er sich bei der 12. Klasse bedanken.
Auch in der Waldorfschule St. Augustin/Hangelar zeigten sie die Märchen, dort aber in russischer Sprache, weil die Schüler Russisch als zweite Fremdsprache haben.

Die zehn Gäste wohnten bei uns in Privatquatieren. Den Gästen haben wie auch etwas geboten, z.B. Kölner Dom-Besichtigung, die Stadt Bonn bot einen Empfang im Bonner Rathaus an, eine Schiffsreise und Museumsbesuche wurden unternommen.



Am 4. 5. traten unsere Gäste ihre viertägige Heimreise an. Eine wunderbare Begegnung hat stattgefunden.